25 JAHRE WFG  

25 Jahre WFG - 25 Jahre Pionierarbeit

Ein Pionier geht mutig voran ins Ungewisse.
Ein Pionier beschreitet neue Wege, ohne zu wissen, ob er seine Ziele erreicht und sein Vorhaben gelingt.
Ein Pionier investiert viel in die Zukunft, er hofft auf seinen Erfolg, positiv gestimmt und voller Zuversicht - ist sich der Möglichkeit des Scheiterns jedoch bewusst.
Der Pionier kämpft oft allein, oft mit Unterstützung - aber er hält an seinen Zielen fest und lässt sich nicht beirren.

Mit dieser Vision des unermüdlichen Wegbereiters, des Kämpfers für Zukunft – die erfolgreiche Zukunft der Menschen und Unternehmen im Landkreis Schwäbisch Hall – wurde die WFG wesentlich von den damaligen Pionieren Landrat Stückle und Wirtschaftsbeauftragten Werner Schmidt ins Leben gerufen.

Und so setzen wir von der WFG Schwäbisch Hall uns bereits seit 25 Jahren mit unseren Projekten, mit unseren Mitarbeiter:innen und unserem ganzen Herzblut ein.

Die Chancen nutzen

Wir schaffen Strukturen, die es zuvor noch nicht gab. Wir setzen Ideen um, die neue Märkte begründen. Wir versuchen durch Interaktion mit verschiedensten Interessensvertretern aus Politik, Legislative, Finanzsektor und Fördermittelgebern die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten für unseren Landkreis bestmöglich auszubauen und die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Wir vermitteln Wissen, das sowohl Menschen in ihrer Karriere voranbringt als auch Unternehmen bei ihrer Wertschöpfung. Wir fördern Netzwerke und das Knüpfen von Kontakten und schaffen Win-Win-Situationen. Wir verbessern die Infrastruktur und geben Impulse zu den verschiedensten Themen.

Am Puls der Zeit

Daraus resultieren Pilotprojekte, Angebote, Seminare und informative Veranstaltungen zu Schwerpunkten wie Existenzgründung und -sicherung, moderne und digitale Personalarbeit, Klimaschutz und Energie, Schule und Beruf, Arbeit und Rente - wir beraten, informieren und sind da für die Fragen und Anliegen von Menschen und Unternehmen im Landkreis.

Im Jahr 2021 blicken wir auf 25 Jahre Pionierarbeit zurück. Unser Jubiläum fällt durch die Corona-Pandemie in eine schwierige Zeit mit vielen Herausforderungen und folgenschweren Ereignissen. Trotz des Blicks zurück sind wir stets am Puls der Zeit: Wir lassen Sie nicht im Stich und bieten unsere Unterstützung an, wo immer wir können. Wir bieten Beratung auf Ihrem Weg in die Digitalisierung, treiben den Ausbau der Breitbandinfrastruktur weiter voran, weisen weiterhin den Weg zu Förderprogrammen und unterstützen derzeit den Betrieb der Impfzentren zur aktiven Bekämpfung der Pandemie. Auch unsere Corona-Hotline unter 07904 945 99-25 ist für Unternehmen aller Art geschaltet.

Der Wirtschaftsförderer und Geschäftsführer der WFG Schwäbisch Hall mbH, David Schneider: „Wir sind Dienstleister und Partner im Landkreis Schwäbisch Hall für Bürger:innen, Unternehmen und Kommunen. Gerade in dieser herausfordernden Zeit geben wir alles, um die Branchenvielfalt und Stärke der Region für die Zukunft zu erhalten! Ein großer Dank gilt allen Unterstützern und Wegbereitern, allen voran der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim und den Volks- und Raffeisenbanken im Landkreis.“


Die Taler der Pioniere

Eines verbindet - zum Leidwesen der Betroffenen - wohl alle Pioniere, in jeder Zeit, damals wie heute: das Fehlen der liquiden Mittel. Wenn man sich auf macht, neue Wege zu beschreiten und alles auf eine Karte setzt, dann sind Einfallsreichtum, Kreativität und Improvisationsvermögen oft ein gewichtiges Pfund in der Waagschale. Zum Glück waren die Pioniere der Wirtschaftsförderungs-gesellschaft des Landkreises Schwäbisch Hall nicht auf sich selbst gestellt und die WFG hatte Gönner und Förderer, die bis heute an deren Ideen glauben und die WFG noch immer unterstützen.

Die Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim unterstützt die WFG seit dem Gründungsjahr 1996 mit  jährlich mit einem erheblichen fünfstelligen Betrag. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Landkreis Schwäbisch Hall bezuschussen die WFG seit dem Jahr 2001 in gleicher Höhe. Somit verfügt die WFG über ein gutes Rückgrat mit starken Partnern. Zudem findet eine enge synergetische Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Wirtschafts- und Regionalmanagement und der WFG statt.


Geschäftsführer David Schneider dankt den Unterstützern für deren Vertrauen über die Jahre: „Ohne die Grundfinanzierung der WFG über nun schon Jahrzehnte hinweg, könnte die WFG nicht so umfangreich und mit stetig neuen Angeboten für die Wirtschaft, Kommunen und die Bürger tätig sein.“ So beschränkte sich die Förderung zumeist nicht nur auf die Beiträge zur Grundfinanzierung, sondern es wurden häufig noch weitere Projekte und Vorhaben zusätzlich finanziert und damit möglich gemacht.


Gute Pionierarbeit

Im Gegenzug haben die Pioniere der WFG auch gute Pionierarbeit geleistet. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der WFG im Jahr 2006 sagte Heribert Leicht, damaliger Vorsitzender der Bezirksvereinigung der VR-Banken: „Es war eine gute Entscheidung der Volks- und Raiffeisenbanken im Kreis Hall, die WFG Schwäbisch Hall zu unterstützen. Unser Sponsoring hat dazu beigetragen, dass das Dienstleistungsunternehmen für die heimische Wirtschaft sein Image weiter verbessern und die eine oder andere gute Idee trotz knapper Kassen in die Tat umsetzen konnte.“

Auch der Vorstandvorsitzende der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, Thomas Lützelberger sagte 2006: „Die WFG Schwäbisch Hall ist ein so erfolgreiches Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung, dass wir es neu erfinden müssten, wenn wir es nicht schon hätten. Vor allem dank ihres Geschäftsführers Werner Schmidt. Wir sind stolz Gründungssponsor zu sein. Die 50.000 Euro jährliches Sponsoring sind gut investiertes Geld für unsere Wirtschaft.“

Zudem begannen die Pioniere mit der Suche nach Gold und schürften die Förderkulissen nach Möglichkeiten durch. Der WFG-Geschäftsführer Werner Schmidt beschäftigte sich schon seit 1981 sich mit Themen der Wirtschaftsförderung und stellt die WFG als „Lotse im Förderdschungel“ auf. Das Aufspüren von geeigneten Fördertöpfen - der EU, des Bundes, des Landes, der L-Bank und der KfW  - wird zum Kerngeschäft der WFG. Als Folge daraus finanzieren sich die Projekte mithilfe der Förderungen zu einem Großteil von selbst mit vielen positiven Effekten für die Akteure im Landkreis. 

So wurde mit „Hohenlohe aktiv“ eine Fördersumme von 3,16 Millionen Euro nach Hohenlohe und in die Partnerregion Heilbronn geholt, für Projekte in den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz. Weiteres Beispiel sind die  Qualifizierungsmaßnahmen des „LandFrauenService“, die zu 90 Prozent aus EU- und Landesmitteln gefördert wurden und der restliche Teil von den Teilnehmer:innen abgedeckt wurde.

Dieses Vorgehen lobte 2006 auch der damalige baden-württembergische Minister für den Ländlichen Raum Peter Hauk: „In den Landkreis Hall sind in den vergangenen zehn Jahren überdurchschnittlich viele Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und im Rahmen der EU-Strukturförderung geflossen. Die WFG war und ist dabei als Ansprechpartner für Unternehmen und Kommunen ein wichtiges Bindeglied zu den Förderprogrammen von Land und EU.“


Einmaliges Finanzierungsmodell durch Photovoltaik

Ein großer Wurf, der Maßstäbe setzte und bundesweit Beachtung fand, gelang den Pionieren der WFG mit der Gründung und dem Finanzierungsmodell des energieZENTRUMs: mit einem ehrgeizigen Photovoltaik-Projekt, bei dem die WFG zunächst 30 Photovoltaikanlagen auf Gebäudedächern mit einer Gesamtnennleistung von 1.250 Kilowatt installierte. Die garantierte Einspeisevergütung, der Mengenrabatt beim Einkauf der PV-Module und eine günstige Finanzierung bescheren der WFG jährlich weitere wichtige Einkünfte und tragen damit erheblich zur Refinanzierung von Personalkosten im energieZENTRUM bei.

Auch heute noch bilden die mittlerweile 63 Solarstromanlagen auf den Dächern im Landkreis Schwäbisch Hall einen wichtigen Anteil an der Grundfinanzierung der WFG. Die installierten Anlagen mit einer Gesamtleistung von inzwischen 2,1 Megawatt tragen aktiv zum Klimaschutz bei, dem sich das energieZENTRUM seit jeher verschrieben hat. Über ein eigens entwickeltes Überwachungsmodul werden die Photovoltaikanlagen ständig kontrolliert und bei Bedarf optimiert. Auf der Internetseite www.solaranlagen.wfgsha.de werden die Einspeiseergebnisse tagesaktuell veröffentlicht und können jederzeit eingesehen werden.

Solarkraftwerke auf Ihrem Dach? 
Die WFG mit dem energieZENTRUM ist auch heute noch immer auf der Suche nach geeigneten Dachflächen (mind. 500 Quadratmeter) für neue Solarkraftwerke im Landkreis Schwäbisch Hall. Im betroffenen Gebäude sollte ein nicht unwesentlicher Stromverbrauch stattfinden.

Das Angebot sieht folgendermaßen aus:
Um den Aufbau, sowie die Verwaltung Überwachung der Anlagen kümmern sich die Profis vom energieZENTRUM. Dafür wird das energieZENTRUM dann an den Einsparungen durch die Eigenstromnutzung und der Einspeisevergütung des eingespeisten Stroms beteiligt. 

Neben den finanziellen Vorteilen der Dachvermietung kann die Anlage auch zur Erfüllung der gesetzlichen Pflichten aus dem Erneuerbare Wärmegesetz Baden-Württemberg genutzt werden. Bei Fragen nehmen Sie gerne Kontakt zu den Energieberater:innen auf, Tel. 07904 945 99-10 oder Mail info@energie-zentrum.com.

So unterstützen Sie die wertvolle Arbeit der WFG für die heimische Wirtschaft.


        

Bildungsprojekte im Ländlichen Raum – die Saat der Pioniere

„Das Wichtigste ist, dass man nie aufhört, Fragen zu stellen,“ wusste bereits Albert Einstein, Pionier der Wissenschaftsgeschichte, Physiker und Vater der Relativitätstheorie. Auch die Pioniere der WFG Schwäbisch Hall hören nicht auf, Fragen zu stellen. Zu fragen, welche Förderungen braucht der Landkreis, welche Möglichkeiten können wir schaffen? Welche Projekte bringen uns weiter?

Eine Antwort auf diese Fragen fanden die Pioniere in den Bildungsprojekten für den Landkreis. Bildung ist der Schlüssel zu Chance auf Erfolg und Wohlstand, der Schlüssel zum Aufbau einer Existenz, dem erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben, der gelingenden Gründung eines Unternehmens. Bildung ist der Schlüssel zu Perspektiven und Zukunft. Neben Mut zeichnet Pioniere aus: Wissen und Bildung, um neue Wege zu gehen. Die Pioniere der WFG hatten sich zum Ziel gemacht, Perspektiven und Chancen für den Landkreis zu schaffen. Grundüberlegung dabei war, Bildung vor Ort anzubieten und so Hemmnisse abzuschaffen. Werfen wir gemeinsam einen Blick in die Geschichte dieser Bildungsprojekte.

Zur Übersicht der Bildungsangebote

Und auch Corona hält die die Pioniere und die Entwicklung neuer Formate nicht auf, um für die Menschen und Unternehmen im Landkreis da zu sein. Die digitale Webinar-Reihe #Kurz vor zwölf rund um das Thema digitaler Recruiting-Prozess für Unternehmer oder die digitale Veranstaltungsserie „Photovoltaik lohnt sich“ des energieZENTRUMs – mit Kreativität und Willensstärke, dem Willen, trotz widriger Umstände voranzukommen und die Herausforderungen anzugehen.


Der Pioniere Blick in die Zukunft

Die Jugend als Zukunft und Erben der Pioniere 

Welchen Sinn macht die eiserne und zielstrebige Verfolgung der Ziele, wenn man die eigenen Erben nicht fit macht für die Zukunft? Gerade Pioniere, die neue Wege beschreiten und neue Strukturen schaffen, tun dies für eine bessere Zukunft. Auch die Pioniere der WFG Schwäbisch Hall richteten schon immer den Blick nach vorne - und dabei auch ganz speziell auf die Jugendlichen im Landkreis, die Fach- und Führungskräfte der Zukunft, die künftigen Existenzgründer und Unternehmer, die nächste Generation an Pionieren.

Zahlreiche Projekte, Aktionen, Weiterbildungen und Veranstaltungen der Pioniere der WFG richteten und richten sich bis heute ganz speziell an die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Landkreis.

Bereits von der Bildungsinitiative sha-z e.V. gab es den Weiterbildungskurs „Die 6x7-Gscheiten“ für Schüler:innen der letzten Klassenstufen und Auszubildende aller Lehrjahre. Inhaltlich ging es um die modulare Vermittlung von Zusatzqualifikationen wie Business-Englisch, Persönlichkeitstraining, Kommunikations- und Bewerbungstraining. Insgesamt konnten 67 Jugendliche im Projekt weiter qualifiziert werden.

Gleichfalls von der Bildungsinitiative sha-z konnte am Gaildorfer Schenk-von-Limpurg-Gymnasium die Chinesisch-AG angeboten werden. Unterrichtet wurde von Professoren der Pädagogischen Hochschule aus Taizhou, der Partnerregion des Landkreises Schwäbisch Hall. Bei der Finanzierung fanden die Pioniere Unterstützung von der Bürgerstiftung Gaildorf. Ein besonderes Angebot war eine Studienreise nach Taizhou mit 29 Schüler:innen, begleitet von Kathi Gassner, der Chinabeauftragten des Landkreises, und Heinz Kastenholz, dem Leiter der Bildungsinitiative sha-z.

Das aktuell komplett überarbeitete und modernisierte Angebot „Schüler erleben Energie - SeE“, der Energie-Erlebnistag im energieZENTRUM, wurde bereits 2006 von den Pionieren ins Leben gerufen. An verschiedenen Stationen zu unterschiedlichen Energie- und Klimaschutzthemen mit spannenden Experimenten lernen Schüler:innen aller Altersstufen die Grundlagen praxisnah kennen. An den Stationen können beispielweise Solarthermie, Photovoltaik, Windenergie oder die Funktion einer Brennstoffzelle praktisch kennengelernt werden.

Derzeit setzen die Pioniere des energieZENTRUMs das neue Konzept „KLIMASchüler“ für alle Klassenstufen im Landkreis um: von der ersten bis zur Abschlussklasse begleitet das Thema Klimaschutz die „KLIMASchüler“, altersgerecht aufbereitet und mit vielen spannenden Experimenten und Versuchen. Start des neuen Programms ist für alle Klassenstufen im neuen Schuljahr geplant. Die Durchführung wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert und ist kostenfrei für Schulen und Kitas im Landkreis Schwäbisch Hall.

Auch die im fünf-Jahres-Turnus stattfindende Wirtschaftsmesse des Landkreises, das „Schaufenster der Wirtschaft im Landkreis Schwäbisch Hall“, widmete traditionell einen Tag den jungen Pionieren. 2008 fand zum Messeauftakt der „Tag der Schulen“ statt, 2013 der „Ausbildungstag“. Die Pioniere beabsichtigen damit neben der Unterstützung der Berufsorientierung und Information über Ausbildungsplätze im Landkreis auch erste Schritte hin zu einer Ausbildungsplatzbörse anlässlich der Messe.


Perspektive daheim für die nächste Generation Pioniere

Ein weiteres neues Kapitel der Förderung der jungen Menschen schlugen die Pioniere im Jahr 2013 auf und starteten das Projekt „jobs4young“. Ursprünglich angedacht als Plattform, die Schüler:innen aktuelle Angebote an Schnupperterminen in Firmen und Unternehmens-Praktika aufzeigen sollte, hat sich das Angebot mittlerweile zur „Online-Praktikumsbörse im Landkreis“ weiterentwickelt und wächst ständig weiter.



Gerade Selbständige und kleine Unternehmen, die weder (Zeit-)Budget noch die Manpower haben, um selbst die große Werbetrommel für die eigenen Praktikums- und Ausbildungsplatzangebote zu rühren, sollen profitieren. Die Internetseite unter www.jobs4young.de  wurde für Unternehmen im Landkreis, egal aus welcher Branche, sei es Handwerk, Pflege oder Handel, entwickelt, sich auf einer landkreisweiten Plattform als Ausbildungsbetrieb und Praktikumsstelle zu präsentieren – und das kostenfrei.

Die Pioniere der WFG betreuen und pflegen die Webseite und bewerben die Praktikumsbörse bei Schüler:innen, Lehrer:innen und Unternehmen. So ist es das Ziel, auf jeder Berufsinformationsmesse oder -veranstaltung im Landkreis präsent zu sein, immer mit einer originellen, aufmerksamkeitsstarken Messeaktion im Gepäck. Die Social Media-Kanäle Facebook https://www.facebook.com/jobs4young/  und Instagram https://www.instagram.com/jobs4young/  werden bespielt, aber auch Pressearbeit, Anzeigen, Plakate, Mailing-Aktionen, Buswerbung und Schulbesuche zählen zu den regelmäßigen Werbeaktivitäten.

Aufgrund Corona sind die Voraussetzungen, neue Azubis zu finden, für viele Firmen und Selbständige noch schwieriger geworden: Es fand über Monate keine Schule statt und dementsprechend kaum Berufsorientierung. „Wir wollen einerseits die künftigen Fachkräfte im Landkreis behalten – und andererseits den Schüler:innen und Student:innen die Perspektiven „daheim“ aufzeigen. Entsprechend unterstützen wir die heimische Wirtschaft aktiv bei der Suche nach jungen Talenten im Kreis“, so Melanie Schlebach, Leiterin des Projekts bei der WFG. Auch Freiwilligendienste, Ferien- und Nebenjobs können ausgeschrieben werden und das ganz unkompliziert und ohne Kosten.

Um in diesen schweren Zeiten noch intensiver zu unterstützen, wurde das Zeitfenster zur Veröffentlichung von „Last-Minute-Ausbildungsstellen“ erweitert, also Azubi-Stellen, die im September/Oktober 2021 noch zu besetzen sind. Die Registrierung erfolgt mit wenigen Klicks online unter https://jobs4young.de/register und schon sind die Betriebe dabei. „Wer für Herbst 2021 noch Ausbildungsplätze zu besetzen hat, kann diese bei den News noch veröffentlichen und hat so die Chance, noch eine:n passende:n Bewerber:in auf sich aufmerksam zu machen“, so die Projektleiterin Schlebach, „Machen Sie mit!“

Gemeinsam mit großen Schritten in die Zukunft, das gilt auch für junge Pioniere - wir bauen die Brücke zwischen Schule und Unternehmen.

Die Suche der Pioniere nach „Fördergold“

Wie die Pioniere Gelder für Strukturförderung in den Landkreis bringen

Für die Gründerväter der WFG Schwäbisch Hall war es von Beginn an ein Anliegen, durch das Aufspüren und Anzapfen geeigneter Fördertöpfe von Land, Bund und EU, Gelder in den landwirtschaftlich geprägten Landkreis zu holen und so den Aufbau von Strukturen, Wirtschaft und Wohlstand zu forcieren.

Zu den Erfolgsgeschichten der WFG-Pioniere im Landkreis Schwäbisch Hall sind die Strukturförderprogramme für den ländlichen Raum zu zählen. Das Zusammenwirken der Akteure, insbesondere die Zusammenarbeit von Landkreis und Gemeinden, ist wichtigster Baustein dieses Erfolgs. Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum des Landes Baden-Württemberg, kurz ELR, feierte im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Jubiläum und ist das wichtigste Strukturförderprogramm im Landkreis. Ebenso ist LEADER mit seiner Kombination aus Fördermitteln des Landes und der EU seit Jahrzenten fest im Landkreis verankert.



ELR - Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum
Dieses Programm unterstützt die Städte und Gemeinden im Landkreis bei strukturell bedeutsamen Vorhaben. Es erfreut sich einer ungebrochenen Nachfrage, wie die regelmäßig hohe Anzahl an Projektanträgen beweist (2015 → 106, 2016 ohne Sonderlinie Unwetter 158, 2017 → 128, 2018 → 118, 2019 → 158, 2020 → 158). Gefördert wird die Schaffung von zeitgemäßem Wohnraum, die Sicherstellung der Grundversorgung, gewerbliche Maßnahmen und Gemeinschaftseinrichtungen. Ziel ist die Erhaltung und stetige Verbesserung der Lebensqualität in unserem ländlichen Raum. Dem Zeitgeist entsprechend wird der Nachhaltigkeitsgedanke mit einem Zuschlag für den Einsatz von CO2-bindendenden Baustoffen in der Tragwerkskonstruktion, in der Regel Holz, gefördert. Besondere Bedeutung hat der Förderschwerpunkt Wohnen. Dabei wird die Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude zu Wohnraum, die umfassende Modernisierung bestehender Wohngebäude sowie ein ortsbildgerechter Neubau in den Ortskernen unserer ländlich geprägten Orte gefördert.
Der Förderzweig Grundversorgung umfasst die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des notwendigen und dringend vor Ort zu erbringenden Bedarfs. Profitieren können Dorfgasthäuser aber auch Bäckereien, Metzgereien, Handwerksbetriebe und medizinische Praxen. Im Förderschwerpunkt Arbeiten können kleine und mittlere Unternehmen mit unter 100 Beschäftigten gefördert werden, insbesondere mit dem Ziel Gewerbebrachen zu reaktivieren oder Gemengelagen zu entflechten.
Unter Gemeinschaftseinrichtungen fallen Projekte, die das Gemeinschaftsleben stärken und zum Erhalt der kulturellen Identität beitragen sowie der Innenentwicklung der Orte dienen.

„Spitze auf dem Land!“ Technologieführer für Baden-Württemberg
Mit dieser Sonderlinie fördert das Land kleine und mittlere Unternehmen mit unter 100 Beschäftigten bei umfassenden Investitionen, die zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer Prozesse, Produkte, Dienstleistungen oder verbesserter Produktionsverfahren dienen. Dieses Förderinstrument wird durch Mittel der Europäischen Union kofinanziert und …wird bis 2027 fortgeführt.

Von den 16 Anträgen, die von den Pionieren gestellt wurden, waren neun mit einem Fördervolumen von über 3,8 Mio. € erfolgreich.



LEADER
Das EU-Programm LEADER soll ländliche Regionen zukunftsfähig gestalten und hat sowohl in Baden-Württemberg als auch für den Landkreis Schwäbisch Hall einen hohen Stellenwert. LEADER steht als Abkürzung für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“. Die Europäische Union unterstützt die Förderung in sogenannten Aktionsgebieten. Der Landkreis Schwäbisch Hall ist mit 24 Gemeinden und Teilorten aus drei weiteren Kommunen in der Förderperiode 2014 bis 2020 an den drei Aktionsgruppen Hohenlohe-Tauber, Jagstregion und Schwäbischer Wald beteiligt, die als Vereine organisiert sind. Aus dem Landkreis Schwäbisch Hall waren bisher 45 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,7 Mio. € erfolgreich. Die Förderperiode ist in der Schlussphase. In einer letzten Tranche erhält jede Aktionsgruppe voraussichtlich Fördermittel in Höhe von 500.000 €. Die Nachfrage aus dem Landkreis ist ungebrochen sehr hoch.

Neu ist das Förderinstrument Regionalbudget. In den Jahren 2020 und 2021 werden in allen drei Aktionsgruppen Fördergelder von Bund, Land und Landkreisen mit jährlich jeweils 200.000 € ausgereicht. Projekte mit Nettokosten bis zu 20.000 € können sich um einen Zuschuss von 80 % bewerben. Dieses Programm wird sehr gut angenommen, so dass sich alle Projekte dem Wettbewerb stellen müssen und nicht jedes bezuschusst werden kann. Im Jahr 2020 erhielten insgesamt 35 Projekte aus dem Landkreis Schwäbisch Hall die Förderung, in Höhe von insgesamt 230.000 €. Die bewilligten Projekte sind einem großen Teil schon in der Umsetzungsphase, einige wurden bereits in Augenschein genommen und eingeweiht. 
Die Auswahl der Projekte für 2021 ist ebenfalls abgeschlossen und der Landkreis Schwäbisch Hall konnte sich über Zuschüsse in Höhe von 215.000 € für weitere 17 Antragssteller freuen. Ausgewählt wurden in den beiden Jahren beispielsweise Beschilderungen für Erlebnispfade und Wanderwege, Mitfahrbänke, Umgestaltung von Vereinsheimen und Biergärten, Bienenzentren, Soundanlagen für Musikvereine, Verkaufsautomaten für regionale Produkte und vieles mehr.



Auch in der Zukunft wollen die Pioniere für Innovative, Projekt-Initiatoren und alle da sein, die Pläne haben und aktiv dabei unterstützen, passende Fördermittel und Unterstützung zu finden und so im Landkreis weiterhin für Aufbruchstimmung sorgen.


Die Brücken der Pioniere

Die Pioniere der WFG Schwäbisch Hall als Wegbereiter 

Brücken erleichtern seit Jahrhunderten das Leben der Menschen. Sie schaffen kurze Wege, wo zuvor tiefe Täler waren. Sie liefern lebenswichtiges Wasser an entlegene Orte. Sie führen über unüberwindbare Hindernisse und unwegsames Gelände. Brücken schaffen eine Verbindung von Städten und ganzen Kontinenten. Brücken verbinden und beschleunigen Prozesse.

Auch die Pioniere der WFG bauen seit Anbeginn Brücken und ermöglichen Entwicklungen. Sie vermitteln zwischen Fördertöpfen und Investoren, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Politik und Akteuren, zwischen Institutionen und Multiplikatoren, zwischen Schule und Wirtschaft und lassen Informationen dorthin sprudeln, wo diese benötigt werden. Zahlreiche Projekte und Kooperation stellen dies unter Beweis.



Die erste Brücke ins digitale Zeitalter bauten die Pioniere mit dem Firmenverzeichnis, das – heute nicht mehr vorzustellen – teilweise die Internetseiten und Mail-Programme der kleinen Betriebe ersetzte. In puncto digitale Infrastruktur zukunftsweisend und von großer Bedeutung für den Landkreis als zukunftsfähigen Standort ist das Engagement der Pioniere in Sachen Breitbandausbau. Bereits im Jahr 2009 begannen sie damit, den Ausbau des schnellen Internets vorzubereiten. Seinerzeit erfolgte in einer innovativen Kooperation der 30 Landkreiskommunen die Antragsvorbereitung für die damalige ELR-Sonderlinie Breitband. Diese neue Vorgehensweise fand landesweite Beachtung, vorgestellt als Best-Practice-Beispiel des Deutschen Landkreistages. Vergangenes Jahr wurde der Zweckverband Breitband Landkreis Schwäbisch Hall gegründet, der den Ausbau der Infrastruktur, den Netzbetrieb und das Fördermittelmanagement übergreifend für den gesamten Landkreis lenkt.

Networking, Austausch, Kontaktanbahnung – diese Soft Skills mögen im arbeitsreichen Alltag wie Nebensächlichkeiten anmuten. Und dennoch liegt der Beginn von manch Großem im Kleinen – wie der Tropfen, der Wellen über den ganzen See verbreitet, werden Ideen, Innovationen, fruchtbare Kooperationen und Kontakte durch einen Zündfunken geboren. In vielen Projekten, die von den Pionieren initiiert, begleitet und umgesetzt wurden, wurden diese Funken entzündet. Bestes Beispiel sind die unzähligen Veranstaltungen und Workshops bis hin zum jährlichen Empfang der Wirtschaft, den der Landrat mit der WFG ausrichtet. An diesem Abend werden einerseits Impulse gegeben und Kontakte geknüpft. Andererseits werden von den drei Tageszeitungen im Landkreis traditionell die Medienpreise an verdiente Pioniere aus Wirtschaft und Gesellschaft verliehen.

Beratungen und Kurse für neue Pioniere, die sich ihre Existenz aufbauen und mit ihrer Geschäftsidee ein Unternehmen gründen, können sich an die WFG wenden. Kleine Betriebe, aber auch große Unternehmen, werden bei der Suche nach Gewerbeimmobilien und Gewerbeflächen im Landkreis unterstützt. Auch die Ansiedlung neuer Unternehmen und das Standortmarketing über die Landkreisgrenzen hinaus zählen zu wichtigen Aufgaben der Wirtschaftsförderung.



Marktplätze zu schaffen ist ein weiterer tragender Aspekt in der Vernetzung, so ging in den ersten Jahren der WFG das Linkportal https://schwaebischhall-online.de/ ins noch junge Internet. Die Seite wurde als lokaler Wegweiser des Landkreises im Internet aufgebaut mit vielen Links zu Institutionen, Medien, Händlern und vielem mehr. 
Als realer Marktplatz und "Schaufenster der Wirtschaft im Landkreis Schwäbisch Hall" richteten die die Pioniere alle fünf Jahre die Wirtschaftsmesse aus, das erste Mal im Jahr 1998. Stets gut besucht und beliebt bei Jung und Alt präsentierten sich hier Unternehmen, Gastwirte und Vereine umrahmt von einem abwechslungsreichen Programm.

Gleichfalls zählt die Pflege der Partnerschaften des Landkreises zu einem wichtigen Bereich des Austausches und der Vernetzung. Ob Schüleraustausche oder Gedankenaustausch zum Thema Strukturförderung und Breitband, seit vielen Jahren arbeiten die Pioniere mit dem Landkreis Nordsachsen und dem Landkreis Zamosc in Polen in der Woiwodschaft Lublin zusammen und sind in Griechenland der Region Peloponnes freundschaftlich verbunden.

Die Aufgaben der Wirtschaftsförderung sind vielfältig und die Projekte der Pioniere stehen dem in nichts nach. Auch in der Zukunft gibt das Team der WFG alles, um weitere Brücken zu bauen, Wege zu bereiten und die besten Voraussetzungen zu schaffen. Für die Menschen, für die Wirtschaft, für den Landkreis.